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Seegeschichten vom Altmühlsee Folge 7

"Altmühlsee auf Sendung"

Manche Orte sucht man sich aus. Andere finden einen. Klaus Seeger,
Moderator, Autor, Kulturveranstalter – oder wie er selbst sagt:
„Kulturkümmerer“ – lebt in Gunzenhausen und sendet seit fast zwei
Jahrzehnten über den Altmühlsee. Und sagt das mit einer Überzeugung, die
selbst skeptische Großstadtflüchtlinge kurz innehalten lässt.


Dabei begann alles mit einem Radiosender. Radio 8, Sendestart 1988, brachte
den gebürtigen Feuchtwanger beruflich nach Mittelfranken – der Altmühlsee
kam später. Zuerst nur als Einsatzort der Wasserwacht, gemeinsam mit dem
Vater. Später als Freizeitrevier. Und irgendwann als Lebensmittelpunkt.


Seeger hat den See wachsen sehen – im wörtlichen Sinn. Vom gefluteten Tal
bis zur touristischen Destination. Er spricht von Mut, Weitsicht und einem
„Riesenglücksfall“. Gunzenhausen ohne See? Für ihn kaum mehr denkbar.
Dabei ist Wasser für ihn nicht genug. Seeger will Tiefe. Deshalb engagiert er
sich seit Jahren für Kulturangebote rund um den See: von Blasmusik auf dem
Marktplatz bis Helge Schneider im Sommer. Von römischen Limes-Stelen bis
zum Seenfestival. „Es geht nicht nur ums Baden und Sonnen“, sagt er. „Es
geht auch ums Erzählen, Erinnern, Begegnen.“


Was die Region aus seiner Sicht noch braucht? „Mut zur Qualität.“ Und ein
bisschen mehr Sichtbarkeit für das, was schon da ist. Man müsse den
Menschen nicht nur das Wasser zeigen, sondern auch das, was darunter liegt:
Geschichten, Geschichte – und das gute Gefühl, genau hier richtig zu sein.

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